Heiratsstrafe: Der Steuer-Nachteil, der euch teuer zu stehen kommen kann

Was Verheiratete beachten sollten, um steuerliche Nachteile zu minimieren

Heiraten ist wunderschön, aber leider auch eine finanzielle Herausforderung – vor allem, wenn es um Steuern geht. Die sogenannte "Heiratsstrafe" sorgt bei vielen Verheirateten für eine unangenehme Überraschung. Doch was steckt eigentlich dahinter? Und was können Doppelverdiener tun, um sich gegen diese steuerlichen Nachteile abzusichern? Lass uns einen Blick darauf werfen, wie du die Steuerlast trotz Heirat optimieren kannst.

Warum es die Heiratsstrafe gibt

In der Schweiz werden Ehepaare und in eingetragener Partnerschaft lebende Paare gemeinsam veranlagt. Das bedeutet, dass beide Einkommen zusammengerechnet und als ein Betrag besteuert werden. Was nach einer fairen Regelung klingt, kann vor allem für gut verdienende Paare schnell teuer werden. Durch das Zusammenrechnen beider Einkommen fallen viele Paare in eine höhere Steuerprogression – und zahlen dadurch mehr Steuern, als sie es als Einzelpersonen müssten. Dieser Effekt wird umgangssprachlich als "Heiratsstrafe" bezeichnet. Besonders betroffen sind Doppelverdiener mit ähnlich hohen Einkommen.

Wege, um steuerliche Nachteile zu minimieren

Auch wenn die Heiratsstrafe nicht komplett vermieden werden kann, gibt es einige Möglichkeiten, um die Steuerlast zu senken. Hier ein paar Tipps, die euch helfen können:

  1. Zweitverdienerabzug geltend machen

    Als verheiratetes Paar habt ihr Anspruch auf den sogenannten Zweitverdienerabzug. Dieser soll zumindest teilweise die steuerliche Benachteiligung durch das gemeinsame Einkommen abfedern. Nutzt diesen Abzug unbedingt, wenn beide Partner ein Einkommen erzielen.

  2. Sozialabzug des Bundes

    Der Bund gewährt Verheirateten, eingetragenen Partnerschaften und Einelternfamilien einen Sozialabzug von CHF 2800. Das hilft dabei, die Steuerbelastung ein wenig zu senken und bietet eine Möglichkeit, zumindest einen Teil der Heiratsstrafe auszugleichen.

  3. Pensionskasseneinkäufe geschickt planen

    Freiwillige Einkäufe in die Pensionskasse sind eine hervorragende Möglichkeit, Steuern zu sparen. Insbesondere, wenn die Steuerprogression durch die gemeinsame Veranlagung steil ansteigt, lohnt es sich, über Einkäufe nachzudenken. Diese können das steuerbare Einkommen reduzieren und gleichzeitig das Altersguthaben erhöhen. Tipp: Verteile die Einkäufe auf mehrere Jahre, um die Progression optimal auszunutzen.

  4. Investitionen in die dritte Säule (Säule 3a)

    Einzahlungen in die gebundene Vorsorge, die Säule 3a, bieten ein weiteres Sparpotenzial. Jede Person kann einen festgelegten Maximalbetrag steuerlich absetzen. Das bedeutet: Wenn beide Ehepartner einzahlen, können sie doppelt profitieren. Dieser Trick hilft, das Einkommen zu senken und so die Steuerlast zu mindern.

Ist die Heirat trotzdem sinnvoll?

Auch wenn die Heiratsstrafe oft negativ beleuchtet wird, gibt es auch Vorteile durch die Heirat. So profitieren Ehepaare bei der AHV voneinander – zum Beispiel entfällt die Beitragspflicht für einen Ehepartner, wenn dieser nicht erwerbstätig ist und der andere den doppelten Minimalbeitrag einzahlt. Auch im Todesfall gibt es Vorteile, wie etwa die Witwen- oder Witwerrente. Es lohnt sich also, die finanzielle Gesamtsituation zu betrachten und nicht nur auf die Steuerbelastung zu schauen.

Fazit: Planung ist alles

Die Heiratsstrafe mag auf den ersten Blick abschreckend wirken, doch mit der richtigen Planung lassen sich die steuerlichen Nachteile zumindest teilweise ausgleichen. Nutzt die möglichen Abzüge, investiert in die eigene Vorsorge und denkt daran: Vorsorgeplanung ist auch eine Herzensangelegenheit. Am Ende geht es darum, gemeinsam für eine sichere Zukunft vorzusorgen – und mit etwas Weitsicht kann auch die Steuerbelastung optimiert werden.

Falls du mehr darüber erfahren möchtest, wie du deine individuelle Vorsorgesituation optimieren kannst, melde dich einfach bei einem Guus Partner für eine persönliche Beratung. Gemeinsam findet ihr den besten Weg, um für eure gemeinsame Zukunft vorzusorgen.

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